Beratungshilfe

Sehen Sie sich aufgrund Ihrer finanziellen Situation nicht in der Lage, die Kosten für rechtliche Hilfe zu tragen, haben Sie eventuell Anspruch auf Beratungshilfe. Beratungshilfe ist Hilfe für die Wahrnehmung von Rechten außerhalb eines gerichtlichen Verfahrens. Sie besteht in Beratung und, falls erforderlich, in außergerichtlicher Vertretung, also beispielsweise Schreiben an den Gegner oder mündliche Verhandlungen mit diesem. Beratungshilfe wird gewährt in Angelegenheiten des Zivilrechts einschließlich des Arbeitsrecht, des Verwaltungsrechts, des Verfassungsrechts und des Sozialrechts. In Sachen des Strafrechts und der Ordnungswidrigkeiten wird nur Beratung gewährt, jedoch keine Vertretung oder Verteidigung.

Notwendig für die Beratungshilfe ist ein Beratungsschein. Die Bewilligung von Beratungshilfe muss beantragt werden. Dies geschieht schriftlich oder mündlich entweder bei der Rechtsantragstelle des für den Wohnsitz des Rechtssuchenden zuständigen Amtsgerichtes oder über den Rechtsanwalt.

Wenn Beratungshilfe gewährt wird, erhält der Ratsuchende einen Beratungsschein. Mit diesen kann er einen Rechtsanwalt seiner Wahl aufsuchen. Dieser ist jedoch berechtigt, vom Ratsuchenden eine Bearbeitungsgebühr von 10 EUR zzgl. Mehrwertsteuer zu verlangen. Weitere Ansprüche stehen dem Rechtsanwalt nicht zu. Der Rechtsanwalt macht die übrigen Gebühren gegenüber der Staatskasse geltend.

Der Rechtssuchende kann auch unmittelbar einen Rechtsanwalt aufsuchen. Der Rechtsanwalt stellt dann den Antrag auf Beratungshilfe direkt für den Rechtssuchenden beim jeweiligen Amtsgericht. Dazu finden Sie unten auf dieser Seite einen für Sie bereit gestellten Download des Antragsformulars. 

Bereits hier können Sie sich den Vordruck für das Antragsformular von Beratungshilfe bequem ausdrucken und ausfüllen. Gerne bin ich Ihnen beim Ausfüllen behilflich. Selbstverständlich erhalten Sie den Vordruck auch direkt bei mir in der Kanzlei.

Beratungshilfe: http://www.justiz.de/formulare/zwi_bund/agI1.pdf